Umfrage: Wie sehen Sie den „Fall Gurlitt“ ?

Seit Wochen beschäftigt der Fall Gurlitt die Medien. Täglich werden neue Details bekannt, über die Inhalte der Sammlung, ihre Erwerbsumstände, mögliche Rückforderungsansprüche, die juristischen Hintergründe und das Verhalten der Beteiligten.

Die Task Force beschäftigt sich nun konzentriert mit der Provenienzforschung dieser Kunstsammlung. Dabei berücksichtigt sie die bereits eingegangenen Restitutionsanträge von Privatpersonen und Museen. Dieser Prozess wird sicherlich noch eine ganze Weile dauern. Die juristische Situation ist unklar, jedes Bild repräsentiert ein ganz eigenes Schicksal.

Was ist Ihre Meinung? Wie sollten die Verantwortlichen mit der Kunstsammlung Gurlitt umgehen?

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Ein Gedanke zu “Umfrage: Wie sehen Sie den „Fall Gurlitt“ ?

  1. 1. die frage, ob der vater ein verbrecher war, ist meines wissens noch nicht beantwortet. auch der von andreas rossman veröffentlichte brief lässt m.e. einen solchen schluss nicht zu, briefliche formulierungen unter den bedingungen einer diktatur sind oft nicht so eindeutig, wie sie scheinen. frag-würdig ist hildebrand g.s rolle unbestritten, in dem sinne das man den fragen seines handelns und seiner motive weiter und differenziert nachgehen muss.
    2. die bilder sind bis zum noch nicht erbrachten beweis des gegenteils das eigentum von herrn g. ohne wenn und aber. „nicht auszuschließen daß“ als grund für die beschlagnahmung -sollte er das überhaupt sein – halte ich für eine unzulässige beweislastumkehr, die frage nach der verhältnismäßigkeit der aktion stellt sich ohnehin.
    3. die konsequenz aus dem vorgehen der staatsanwaltschaft augsburg ist sämtlichen mutmaßliche raubkunst, die wie wir jetzt aus dem fernsehen wissen „millionenfach“ in deutschen wohnzimmern „versteckt“ wird, zu beschlagnahmen und der zur ständigen einrichtung zu machenden „task force“ als „funde“ zur bearbeitung zu übergeben. voraussetzung ist, daß die objekte vor 1945 entstanden sind, da in diesem fall verfolgungsbedingter entzug nicht ausgeschlossen werden kann. die betroffenen besitzer haben dann eine zu befristende gelegenheit die rechtmäßigkeit ihres vorgeblichen eigentums anhand lückenloser provenienzen bis vor 1933 nachzuweisen einschließlich der vorzulegenden zeugnisse über die jeweilige gläubigkeit beim erwerb, erst dann kann über eine eventuelle rückgabe entschieden werden. bis dahin werden die kunstwerke auf lostart eingestellt.und müssen gemäß washingtoner erklärung fairerweise jüdischen anspruchsstellern ausgeliefert werden, da beschlagnahmt und somit im besitz des staates. werke über deren herkunft keine nachweise mehr erbracht werden können, jüdische ansprüche gleichfalls nicht gestellt werden gehen als zweifellsfälle in staatseigentum über und werden zugunsten der sich jetzt zu wort meldenden interessenvertreter versteigert.
    4. zweckmässig ist die bildung polizeilicher „bergetrupps“ (mit weißen handschuhen), denen jeweils ein kunsthistoriker, ein psychologe und ein schlüsseldienst beigestellt wird. selbstverständlich dürfen die aktionen nicht angekündigt werden, da verdunklungsgefahr besteht. der zugriff sollte in den frühen morgenstunden erfolgen, öffentliches aufsehen vermieden werden.
    5. jeder bürger ist aufgefordert, potentielle raubkunstschätze in den wohnzimmern seines bekanntenkreises den behörden anzuzeigen, keiner kann sich darauf hinausreden, er habe nix gewusst. ein belohnungssystem sollte eingerichtet werden.
    6. beispielhaft ist der fall des 2009 auf grund eines hinweises aus der bevölkerung bei einer münchner oma beschlagnahmten gemäldes „Die Bergpredigt“ von frans francken d.J.. was aus oma und gemälde wurde wüsste man gern.
    7. der jwc sollte an der sendung „kunst und krempel“ beteiligt werden, damit solche juristischen finessen des BR wie bei der bergpredigt nicht mehr möglich sind.

    was ist eigentlich hier los?

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