Heimatschule Wiesbaden

Heimat in der Schule?

Heimat in der Schule?

Was macht einen echten Wiesbadener aus? Was ist typisch für die Stadt? Und wann und wie „erlernt“ man wiesbadenerisch? Ein bundesweit einmaliges und neuartiges Projekt, wie man Bürger – alte und neue – für ihre Stadt gewinnen kann, startet gerade meine „Heimatstadt“ Wiesbaden: Ansetzend bei den Jüngsten, bei den Grundschülern, soll wieder ein Stück Heimat(kunde) im Unterricht verankert werden – bzw. der bestehende Anteil unterstützt werden. Das Projekt „Heimatschule“ entwirft ein Internetportal mit Unterrichtsmaterialien für die Lehrkräfte, aber auch zum Selberstöbern für die Schüler. Dazu hatte die Stabsstelle „Wiesbadener Identität – Engagement – Bürgerbeteiligung“ beim Bürgermeister Sven Gerich am Donnerstag zu einem Workshop ins Rathaus eingeladen. In geografisch unterteilten Arbeitsgruppen erarbeiteten Grundschulpädagogen, Heimatkundler und interessierte Bürger Themen, die für ein solches Portal spannend sein können: Geschichte und Geschichten, historische Straßennamen, Persönlichkeiten und Wappen, Zeitzeugenberichte, Sehenswürdigkeiten, Freizeitaktivitäten bis hin zu ganz Gegenwärtigem wie Firmen und Berufe.  Ich persönlich freue mich am meisten darüber zu erfahren, was es denn mit der „Schulbrezel“ auf sich hat. Als Urwiesbadenerin hatte ich selbst eine zur Einschulung, aber in anderen hessischen Orten ist dieser Brauch beinahe gänzlich untergegangen. Und auch in Wiesbaden – bedingt durch die vielen überregionalen Ketten – gibt es nicht mehr viele Bäcker, die dies noch anbieten.

Anfang 2016 wird dieses Portal an den Start gehen. In der Zwischenzeit muss aus den Themenvorschläge das Sinnvollste ausgewählt und in ein Webkonzept gegossen werden – und es müssen zielgruppengerechte Texte erstellt werden. Dies geschieht unter anderem durch eine Arbeitsgruppe aus 7 Lehrerinnen, aber auch unter tatkräftiger Hilfe der jeweiligen Heimatvereine und Experten auf ihrem Gebiet vor Ort. Ein gut Stück Arbeit hat sich die Stabsstelle um Dr. Thomas Weichel da vorgenommen – schon im November sollen erste Ergebnisse der Modellregion Auringen, Naurod, Medenbach in einem zweiten Workshop vorgestellt und diskutiert werden. Aber ein Projekt, das ich gerne unterstütze!

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