Update im Restitutionsfall „Welfenschatz“

Kuppelreliquiar aus dem Welfenschatz, Ende 12. Jahrhundert (Bildquelle: Wikipedia)

Kuppelreliquiar aus dem Welfenschatz, Ende 12. Jahrhundert (Bildquelle: Wikipedia)

Wie heute verkündet wurde, geht der Restitutionsfall „Welfenschatz“ in die nächste Runde. Über die Hintergründe hatte ich bereits auf diesem Blog berichtet (am 01.02.2014 und 22.03.2014). Zuletzt kam die Limbach-Kommission zu dem Ergebnis, dass der Welfenschatz nicht als von seinen jüdischen Eigentümern verfolgungsbedingt entzogen anzusehen sei. Die Antragsteller hatten angeführt, dass der Verkauf an Hermann Göring unter Zwang und vor allem weit unter Wert von statten gegangen sei. Dies hatte die Limbach-Kommission anders beurteilt und sich gegen eine Rückgabe ausgesprochen. Diese Entscheidung ist nun beinahe ein Jahr alt – jetzt wird der Fall neu aufgerollt. Weiterlesen

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Woman in Gold – Erneut ein Kunstkrimi als Hollywood-Blockbuster

Gustav Klimt: Adele Bloch-Bauer, 1907

Gustav Klimt: Adele Bloch-Bauer I, 1907 (Bildquelle: Wikipedia)

englisch_50x33Wieder wurde eine Kunstraub-Geschichte in einem Hollywood Film umgesetzt. „Woman in Gold“ handelt vom Restitutionsfall um das Gemälde „Adele Bloch-Bauer“ von Gustav Klimt, das lange Jahre als wertvolles österreichisches Kulturgut im Wiener Belvedere zu sehen war. Im Film verkörpert Helen Mirren die in den Vereinigten Staaten lebende Maria Altmann, die Nichte von Adele Bloch-Bauer, die diesen Besitz nun zurückfordert. In Rückblenden erzählt der Film, wie die Familie von den Nationalsozialisten verfolgt und wie ihnen ihr Besitz geraubt wurde. In der Gegenwart suchen Maria Altmann und ihr Rechtsanwalt nach Beweisen für den ehemaligen Besitz und erstreiten sich das Eigentum des Bildnisses ihrer Tante. Schöne Bilder gewoben um eine Detektiv-Geschichte, die das Leben schrieb – und wie sie Provenienzforschern tagtäglich unterkommt.  Weiterlesen