Monuments Men zuhause erleben

FilmplakatNicht verpassen: Morgen Abend gibt es die „Monuments Men“, von und mit George Clooney, im Fernsehen!!

 

Ostermontag, ProSieben, 20:15

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Das Wiesbadener Manifest – ein Zeichen für das Weltkulturerbe

Museum Wiesbaden 1946; Quelle: Stadtmuseum

Museum Wiesbaden 1946; Quelle: Stadtmuseum

englisch_50x33George Clooney zeigt uns in „The Monuments Men“ die Geschichte der amerikanischen Kunstschutzoffiziere, die – während der Krieg noch in vollem Gang ist – mit den vorrückenden Truppen durch Europa ziehen. Zunächst besorgt um die ortsfesten Bauwerke beginnt bald die Suche nach den kriegsbedingt ausgelagerten mobilen Kunstwerken, die die Alliierten in Bergwerken, Minen und Bunkern vermuten, in erster Linie NS-Beutekunst. Mit dem Auffinden dieser Auslagerungsstätten wie Neuschwanstein oder Altaussee endet die Hollywood-Verfilmung. Dabei fängt die Geschichte der Monuments Men dann eigentlich erst an. Weitere Kunstschutzoffiziere kamen nach Europa, um diese aufgefundenen Kunstwerke zusammenzutragen, zu inventarisieren und an ihre rechtmäßigen Eigentümer zurückzugeben. Diese Geschichte erzählt Clooney nicht. Weitgehend unbekannt war deshalb bis vor kurzem die Existenz einer zentralen Sammelstelle, eines Central Collecting Points, in Wiesbaden. Dabei entscheidet sich gerade dort, dass deutsche Kunstwerke nicht als Beutekunst in die Vereinigten Staaten abtransportiert wurden, sondern als Grundstock der heutigen Museumslandschaft in Deutschland bleiben konnten. Weiterlesen

Ankündigung: Vortrag im Landesmuseum Wiesbaden: „Die Monuments Men in Wiesbaden – Der Central Collecting Point“

Aussenansicht Museum Wiesbaden 2011George Clooney präsentiert uns im Kino die Monuments Men als Kriegshelden auf abenteuerlicher Schatzsuche nach NS-Beutekunst. Der Vortrag von Tanja Bernsau zeigt das Wirken der amerikanischen Kunstschutzoffiziere und die Hintergründe ihrer Mission am Central Collecting Point im Landesmuseum Wiesbaden sowie deren Bedeutung für den Wiederaufbau der Museumslandschaft nach dem Zweiten Weltkrieg.

Termin: Donnerstag, 27. Februar, 18 Uhr
Ort: Vortragssaal des Museums Wiesbaden

Der Praktiker: George Stout

George Stout

Eine der Hauptfiguren des Films spielt Clooney selbst: Den Kunstschutzoffizier George Stout. George L. Stout (*1897, †1978) diente als junger Mann der US-amerikanischen Armee bereits im Ersten Weltkrieg. Er studierte nach dem Krieg an der Harvard Universität und erhielt dort im Jahre 1928 seinen Masterabschluss. Seit 1933 war er der Leiter der Restaurierungs-Abteilung am Fogg Art Museum (Harvard) und ein anerkannter Experte für Konservierungstechniken. Auf seine Initiative hin entstand ein Flugblatt für die amerikanischen Museumsverantwortlichen, das ihnen für die Evakuierung der eigenen Museen wichtige Hilfestellungen geben sollte. Die ersten Gedanken zum Kulturgüterschutz betrafen also noch nicht das europäische Kulturerbe, sondern galten der Sicherheit der eigenen Kunstsammlungen in den Vereinigten Staaten, wobei man die Überlegung anstellte, Museumsbestände in Depots auszulagern, wie es die europäischen Museen seit Kriegsbeginn taten. Zusammen mit Kollegen der Harvard University half Stout die American Defense Harvard Group zu gründen, die später die Roberts Commission initiieren sollte.

Stout hegte eine tiefe Ablehnung gegen den wenig praktischen und damit in seiner Meinung wenig praktikablen Ansatz der Harvard Group und setzte sich für die Gründung einer Kunstschutzeinheit ein, die im Kriegs- bzw. besetzten Gebiet tätig werden sollte. Stout sah von Anfang an Kenntnisse und praktische Fähigkeiten im konservatorischen Bereich als ausschlaggebend für den Kulturschutz im besetzten Gebiet an. Dabei stand für ihn die praktische Umsetzung (Personal, Umgang mit den Materialien) vor Ort klar im Fokus. Auch reichte es Stout nicht aus, nur von Amerika aus beratend zu wirken, die Kunstschützer sollten vor Ort sein, um direkt konservatorische Maßnahmen ergreifen zu können. Stout sorgte sich um den Verbleib und den Erhalt der europäischen Kulturgüter während des Krieges und in der unruhigen Zeit danach und träumte von einer Art “Roten Kreuz für die Kunst” .

Thomas Carr Howe, George Stout und Karl Sieber in the Kammergrafen-Mine in Altaussee, Österreich, 09.07.1945; Archives of American Art

Seiner Forderung nach einer praktischen Umsetzung des Kulturgüterschutzes entsprechend, gehörte George Stout zu den ersten Armee-Angehörigen, die der neu gegründeten Monuments, Fine Arts & Archives-Section für den Einsatz in Europa zugeteilt wurden. Gemeinsam mit seinem Harvard-Kollegen W.G. Constable schrieb er mit dem Brief Manual of Safeguarding and Conservation in the Field ein Handbuch, das die Monuments Men bei ihrer Feldarbeit unterstützen sollte. Er war dann auch einer der ersten MFA&A-Mitglieder, der in der Normandie landete. Er rückte mit der 12. Armee durch Frankreich, die Niederlande und Deutschland, wo er unter anderem half, die Kulturschätze von Caen, Maastricht und Aachen zu schützen sowie die Depots von Siegen, Heilbronn, Köln, Merkers und Altaussee sicherzustellen. Er verließ Europa bereits Ende Juli 1945 und setzte seinen Kunstschutzdienst in Japan fort. In Tokio wurde er Chief of the Arts and Monuments Division at Headquarters of the Supreme Commander for the Allied Powers und blieb dort bis Mitte 1946. Nach seinem Kriegseinsatz kehrte er in seine vorherige Position am Fogg Art Museum zurück, wurde aber bereits 1947 zum Direktor des Worcester Art Museum (Worcester, MA) ernannt. Von 1955 bis 1970 übernahm Stout die Direktion am Isabella Stewart Gardner Museum in Boston.

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Monuments Men – Wahre Helden oder nur ein großer Hype?

The Monuments Men Press Tour (© John Russo 2013)

The Monuments Men Press Tour (© John Russo 2013)

Es dauert nun nicht mehr lange bis die „Monuments Men“ in deutschen Kino zu sehen sind. George Clooney erzählt in diesem Hollywood-Blockbuster die Geschichte der amerikanischen Kunstschutzoffiziere, die sich gegen Ende des Zweiten Weltkriegs auf heldenhafte Kunstschatzsuche machten. Indiana Jones in Team-Work. Eine Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht. Erzählt natürlich aus einem amerikanischem Blickwinkel und mit entsprechendem Pathos, wie es sich für einen US-amerikanischen Kriegsfilm gehört. Aber wer waren die Monuments Men wirklich?
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Der Countdown läuft!

Am 6. Februar wird George Clooney auf der Berlinale die Weltpremiere seines „Monuments Men“-Films zeigen. Voraussichtlich ab 23. Februar können auch wir uns dann in deutschen Kinos ein Bild von „unlikely heroes“ machen.

Die Werbemaschine Hollywoods läuft auf Hochtouren. In der letzten Woche wurden schon wieder neue Trailer und Featurettes veröffentlicht:

unlikely heroes

 

Neue Bilder zu den „Monuments Men“

Langsam habe ich zwar das Gefühl, schon den ganzen Film gesehen zu haben (es ist jetzt schon der x-te Trailer, der veröffentlicht wurde), aber ich freue mich trotzdem auf den Filmstart im Februar. Auch wenn die Darstellung sicherlich historisch nicht ganz korrekt ist – George Clooney hat ja auch die Charaktere von den eigentlichen Protagonisten gelöst – so wird es eine spannende Darstellung mit großartigen Bildern sein. Ich bin gespannt!