Kunstwerke in Bewegung – Lehrveranstaltung an der Uni Gießen im Wintersemester 2015/16

uni gießen_150Im Wintersemester 2015/16 darf ich gemeinsam mit Studenten der Justus-Liebig-Universität Gießen wieder die „Mobilität von Kunst im Zweiten Weltkriegs“ erarbeiten. Die Übung beleuchtet die Mobilität, die Kunstwerke in Kriegszeiten zwangsläufig einnehmen. Gestohlen, enteignet, geraubt, in Sicherheit gebracht, versteckt, verpfändet oder gar zerstört – gegen Ende des Zweiten Weltkriegs befand sich kaum ein mitteleuropäisches Kunstwerk noch am selben Platz wie vor 1933. Die Folgen davon beschäftigen uns noch heute in der Provenienzforschung. Untersucht werden typische Wege, Verbringungsorte und Protagonisten, um diese Bewegungen nachvollziehen zu können.
Das Seminar wird – neben dem theoretischen Teil – auch einen Blick auf mögliche Tätigkeitsfelder nach dem Studium ermöglichen. Geplant ist auch eine Exkursion nach Merkers, in die Salzmine, in der gegen Ende des Zweiten Weltkriegs Kunstwerke der Berliner Sammlungen in Sicherheit gebracht worden waren. Ich freue mich auf die Veranstaltung!

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Die Monuments Men in Wiesbaden

Wer am Sonntag meinen Vortrag im Kurhaus Wiesbaden verpasst, kann sich hier zumindest die Slides meiner Präsentation anschauen:

 

Hier können Sie sich die angekündigte Literaturliste herunterladen >> Download Literaturliste

„Er hatte so gar nichts Militärisches an sich“ – Spurensuche nach Walker Hancock in Marburg

IMG_8569Am Freitag konnte ich die Gelegenheit wahrnehmen, mit den Studenten aus meiner Lehrveranstaltung an der Uni Gießen einen Ausflug ins benachbarte Marburg zu machen, um dort die Gebäude des ehemaligen Central Collecting Points zu besichtigen. Möglich gemacht wurde dies durch Marco Rasch, zurzeit tätig im Archiv der deutschen Jugendbewegung auf der Burg Ludwigstein, einer Außenstelle des Marburger Staatsarchivs, und einer der wenigen Menschen, der mit der Geschichte der Marburger Kunstsammelstelle vertraut ist. Weiterlesen

Kunstwerke in Bewegung. Über die Mobilität von Kunst während des Zweiten Weltkriegs

Flyer AusschnittAuf der 5. Interdisziplinären Studierendentagung „Im Toten Winkel“, vom 24.-26. Oktober in Bamberg halte ich am Abend des 24. Oktober den Gastvortrag  zum Thema Kunstwerke in Bewegung. Über die Mobilität von Kunst während des Zweiten Weltkriegs.  Weiterlesen

Gerettete Kunst – Zeitgenossen über die Monuments Men

Monuments Men mit Dürer Zeichnungenenglisch_50x33Das meiste, was wir heute über die Monuments Men wissen, stammt aus deren eigenen Biographien sowie aus dem Quellenmaterial aus den amerikanischen Archiven.

Obwohl sie in den deutschen Museen während der Besatzungszeit durchaus sehr präsent waren, waren sie der zeitgenössischen deutschsprachigen Presse nicht erwähnenswert. Als die Presse noch unter der Überwachung der Alliierten stand, erschien am 8. August 1945, 3 Monate nach Kriegsende, in der Allgemeinen Zeitung ein Artikel über die Kunstschützer, der bereits erstaunlich klar auch die Ursachen für ihren Einsatz beschreibt.  Weiterlesen

Wem gehört Weltkulturerbe?

Postkarte Neues Rathausenglisch_50x33Wenn wir heute von Kulturgüterschutz sprechen, sehen wir das in der Regel in einer globalen Perspektive. Kulturgüter – handfeste oder immaterielle – sind schützenswürdig als Erbe der gesamten Menschheit, völlig unabhängig davon, wem sie gehören. Aber wie sah man das am Ende des Zweiten Weltkriegs?

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Neue Monuments Men braucht das Land

Crac des Chevaliers (Syrien) Quelle: Getty Images

englisch_50x33Vor wenigen Wochen hat uns Hollywood durch den Film „Monuments Men“ gezeigt, wie Kulturgüterschutz im Krieg funktionieren kann. Wie man Kulturerbe vor dem Bombenhagel und Plünderungen bewahren kann und man die Rückgabe von Raub- und Beutekunst an die rechtmäßigen Eigentümer organisiert. Keine fiktive Geschichte, sondern basierend auf den Erfahrungen der wahren Monuments Mens im Zweiten Weltkrieg, einer Handvoll Kunstschutzoffiziere mit dem Auftrag, europäisches Kulturgut zu schützen mit der Armee durch Europa zog. Haben wir denn gar nichts von ihnen gelernt? Weiterlesen