Vorträge

Lebendige Geschichte

140616_FU BerlinGerne spreche ich auch vor Ihrem Publikum über meine Forschungen in der Provenienzforschung und Kulturgüterschutz. Meine Vorträge sind keine Vor-Lesungen, sondern lassen den Zuhörer mit anschaulichem Bildmaterial tief in die Geschichte eintauchen. Hier ein Einblick in meine Themen:

Die Monuments Men in Wiesbaden
Selbst George Clooney hat sich bereits der “Monuments Men” angenommen, jener amerikanischen Kunstschutzeinheit, die gegen Ende des Zweiten Weltkriegs auf eine abenteuerliche Schatzsuche startete, um europäische Kulturgüter zu retten. Was in der Hollywood-Verfilmung nicht zur Geltung kommt: Die Geschichte der Monuments Men hört nicht mit dem Auffinden der Kunstwerke in den Salzbergwerken und anderen Auslagerungsstätten auf. Im Gegenteil – das wahre Verdienst dieser Kunstschutzoffiziere fängt gegen Kriegsende erst an.
Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten – damals und heute
Haben wir nicht alle Kenntnisse über den Kulturgüterschutz? Wir wissen, wo sich die Welterbestätten befinden – wir haben die letzte Jahrzehnte damit verbracht, blaue Dreiecke an ihnen anzubringen. Vieles haben wir von den Monument Men des Zweiten Weltkriegs gelernt. Und doch verlieren wir in jedem bewaffneten Konflikts Kulturschätze von immensem Wert: nationales und globales Kulturgut, das Erbe der Menschheit. Wo sind heute die Monuments Men?
ProProvenienzforschung – eine Never-Ending Story?
Die aktuelle Debatte um den Fall Gurlitt zeigt, dass das Thema des NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturguts (NS-Raubkunst) bzw. kriegsbedingt verbrachten Kulturguts (Beutekunst) noch lange nicht abgeschlossen ist. Deshalb plädiere ich für mehr Grundlagenforschung zu Raub- und Beutekunst an den Universitäten,  die weiteres Licht in das noch schattige Gebiet bringen können und wiederum die praktischen Provenienzrecherchen in konkreten Fällen unterstützen. Gleichzeitig verbessert das bessere Grundlagenwissen die Basis für die akademische Ausbildung in diesem Bereich. Mehr Grundlagenforschung kann helfen, dass wir das Thema Provenienzforschung für die NS-Zeit irgendwann einmal abschließen können.
Kunstwerke in Bewegung – Über die Mobilität von Kunst während des Zweiten Weltkriegs
Wie kein anderer Krieg vorher zeichnet sich der Zweite Weltkrieg dadurch aus, dass er Europas Kunstwerke in Bewegung gebracht hat. Durch Enteignungen, Zwangsverkäufe, Raubkunst durch die besetzten Gebiete fand sich im Mai 1945 kaum noch ein Kunstgegenstand an dem Platz, den er vor 1933 gehabt hat. Verschiedene Beute-Institutionen und berüchtigte Protagonisten waren an diesen Vorgängen beteiligt. Der Vortrag stellt diese Protagonisten vor und zeichnet die typischen Wege, die diese Kunstgegenstände durchlaufen haben, nach.
Kultur 2.0 – Social Media auch bei angestaubten Themen?
Social Media ist aus dem beruflichen und privaten Alltag kaum noch wegzudenken. Viele Unternehmen vermarkten sich und ihre Produkte und Dienstleistungen darüber. User konsumieren die Posts auf Facebook, XING und Co. und interagieren miteinander. Die Zeit, die die Menschen im Internet und in Social Media-Kanälen verbringen, steigt immer weiter – dank Smartphones auch praktisch überall. Und auch die Kunst erobert sich zunehmend die Online-Welt. Kunstwerke sind visuell erfahrbar, zum Anschauen gedacht – warum nicht auch im Web darüber berichten?
Aber wie schaut es aus, wenn man keine bunten Bilder zeigen kann, sondern es um staubige kunstwissenschaftliche Themen geht? Wie vermarktet man ein wissenschaftliches Thema in Social Media? Tanja Bernsau stellt mit „CAST“ ein Modell vor, mit dem sie ihr Thema „Kulturgüterschutz im Fall eines bewaffneten Konflikts“ bekannt gemacht hat.

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